20.07.2018 - Abteilung Fußball

"Richtig Bock drauf"

München-Solln, 20.07.2018

Jürgen Gleixner ist der neue Trainer der ersten Fußball-Männermannschaft des TSV Solln – und blickt voller Vorfreude auf die kommende Spielzeit 2018/2019. Mit ihm sprach Andreas Leikert.

Jürgen, zum Auftakt der Saisonvorbereitung am vergangenen Montag wurdest du als neuer Trainer der 1. Männermannschaft vorgestellt – und damit als Nachfolger des langjährigen Spielertrainers Serkan Aksoy. Was hast Du zuvor gemacht und was verbindet Dich mit dem TSV Solln?

Gleixner: Einige kennen mich ja durchaus noch aus meiner Zeit als Jugendtrainer beim TSV Solln, auch wenn das doch schon einige Jahre her ist. Danach war ich als Jugendtrainer in Grünwald aktiv, bevor ich zu meiner allerersten Trainerstation nach Pullach zurückgekehrt bin – dort hatte ich früher einmal ganz klassisch als Spielervater den Einstieg in meine erste Trainerrolle vollzogen. Inzwischen habe ich als Trainer ja bereits die C-Lizenz erworben.

Und nun also wieder zurück nach Solln… Tatsächlich deine erste Station als Trainer eines Erwachsenenteams. Wie kam es zu deiner Verpflichtung?

Gleixner: Nun ja, Marcus (Anm.: Marcus Schulz, der neue Fußball-Abteilungsleiter des TSV Solln) ist auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich mir die Rolle als Herrentrainer in Solln zutrauen würde. Nach einer kurzen Bedenkzeit – schließlich bedeutete das auch für mich einen entscheidenden Schritt – habe ich schließlich zugesagt. Die Sollner Führung selbst wiederum hat sich dann ebenfalls dafür entschieden, den Weg mit mir zu gehen.

Was hat dich denn letztlich zu deiner Entscheidung für Solln bewogen?

Gleixner: Ganz ehrlich: In erster Linie die sehr positiven Erinnerungen, die ich mit meiner Zeit in Solln verbinde. Das war ganz sicher meine schönste Zeit als Trainer bisher. Die Art des Miteinanders und des Zusammenhalts habe ich so bei keiner meiner anderen Stationen vorgefunden. Ich habe den Verein deshalb auch nie wirklich aus den Augen verloren. Außerdem bietet der TSV Solln mit der tollen Sportanlage natürlich richtig gute Bedingungen, darüber hinaus kenne ich auch noch viele Leute aus meiner alten Zeit hier – mit Guido Wiemann (Anm.: der sportliche Leiter im Herrenbereich) hatte ich damals sogar gemeinsam eine Mannschaft trainiert. So ging es für mich bei der Entscheidung im Grunde gar nicht um den Verein an sich, sondern allein um die Rolle.

Und die Rolle heißt nun Haupttrainer der ersten Männermannschaft. Wird es einen Co-Trainer geben?

Gleixner: Unbedingt! Geplant ist das auf jeden Fall, nur ist dazu noch keine finale Entscheidung gefallen.

Die Vorbereitungsphase startete also erst vor wenigen Tagen am 16. Juli. Wie wurdest du in der Mannschaft aufgenommen und was sind deine ersten Eindrücke? Der Kader ist aktuell ja wohltuend breit und hat zudem einen jungen Altersschnitt…

Gleixner: Das war ein sehr vielversprechender Auftakt, ich bin ausgesprochen freundlich und offen empfangen wurden. Die Mannschaft wirkte von Anfang an offen für Neues, neugierig und vor allen sehr lernbegierig. Das sind natürlich beste Voraussetzungen für einen Trainer, um mit den Spielern zu arbeiten und sie zu entwickeln.
Klar ist: bis der Kader der „Ersten“ feststeht, wird noch einige Zeit vergehen – das bildet sich erst im Laufe der Vorbereitung heraus. Einige Spieler sind ja auch noch in Urlaub. Eine scharfe Trennung zwischen erster und zweiter Mannschaft wird es aber ohnehin nicht geben. Wichtig ist ein enges Miteinander, da lege ich viel Wert drauf und da bin ich mir mit dem neuen Trainerteam der „Zweiten“ (Anm.: Trainer Jan Krakow und Co-Trainer Kai Nyga) einig.

Offizieller Saisonstart in der Münchner Kreisklasse ist am 26. August, wobei Solln vermutlich erst später einsteigen wird. Wo genau liegen für Dich denn die Schwerpunkte der Vorbereitung?

Gleixner: Aus sportlicher Sicht ist wichtig, die konditionellen, technischen und taktischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison zu schaffen. Als Mannschaft müssen wir in der Lage sein, auch mal variabel im Spielsystem agieren zu können. Und sicher müssen wir auch koordinativ einiges anpacken. Sehr hilfreich ist in dieser Hinsicht, dass wir mit Christian Wiemann einen ausgewiesenen Koordinationstrainer als Spieler in den eigenen Reihen haben, der diesbezüglich unterstützt.

Und aus nicht-sportlicher Sicht?

Gleixner: …geht es darum, den Zusammenhalt weiter zu stärken. Und ich will ein offenes, ehrliches Miteinander – zwischen mir und den Spielern und zwischen den Spielern untereinander. Wobei ich da aktuell gar keine Probleme sehe, die Mannschaft wirkt intakt.

Welche Testspiele wird es während der Vorbereitung geben – das Salz in der Suppe, richtig?

Gleixner: Sicherlich, ja. Aktuell sind noch geplant die Spiele gegen SV Sentilo Blumenau am 29. Juli, beim SC Gröbenzell am 4. August und bei Karlsfeld II am 19. August. Ich werde mich aber noch um das ein oder andere Vorbereitungsspiel zusätzlich bemühen.

Was genau sind denn deine Ziele für die neue Saison?

Gleixner: Mit der Mannschaft wollen wir vorne mitspielen, unter die ersten Drei zu kommen halte ich für realistisch. Wichtig dafür ist natürlich ein guter Start – auf Basis einer guten Vorbereitung…

Und die Ziele für dich ganz persönlich?

Gleixner: Das Alles bedeutet für mich eine gewisse Umstellung, klar, aber das im absolut positiven Sinne! Mit erwachsenen Spielern ist man nun mal viel mehr auf einer Ebene statt wie bisher als Jugendtrainer. In die Rolle als Herrentrainer hineinzuwachsen, da habe ich richtig Bock drauf. Und es ist immer eine tolle Herausforderung, Mannschaft und Spieler zu entwickeln.

Zum Abschluss: Wo siehst du den TSV Solln in zwei, drei Jahren?

Gleixner: Ich sage es mal so: Wenn einmal der Aufstieg gelingt, dann eröffnen sich plötzlich auch wieder ganz neue Perspektiven. Die Voraussetzungen sind beim TSV Solln auf jeden Fall da.

Jürgen, damit vielen Dank für das Gespräch. Dir, dem Betreuerteam und der Mannschaft viel Erfolg für die kommende Spielzeit!